TCR-T-Zellen

Aktivierung von T-Zellen mit tumorspezifischen T-Zell-Rezeptoren (TCR-T-Zellen)

Für die adoptive T-Zelltherapie werden patienteneigene T-Zellen mit ausgewählten und vorklinisch getesteten T-Zell-Rezeptoren (TCRs) modifiziert. Für gut charakterisierte Tumorantigene werden die modifizierten T-Zellen, sogenannte TCR-T-Zellen, mit Hilfe der End-to-End-Plattform von Medigene auf der Grundlage von Erkenntnissen aus mehr als 30 Jahren Forschungserfahrung generiert. TCR-T-Zellen haben das Potenzial, ein breites Spektrum an Patienten zu behandeln, die an verschiedenen solidenen Krebsarten mit hohem ungedecktem Bedarf leiden.

DIE MEDIGENE "END-TO-END"-PLATTFORM BIETET EINZIGARTIGE VORTEILE:

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Ausgehend von Medigenes End-to-End-Plattform werden TCRs mit ausgewählten Spezifitäten isoliert und charakterisiert und anschließend auf ihr Potenzial zur Behandlung verschiedener Arten von soliden Tumoren mit hohem ungedecktem Bedarf.

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Bei den isolierten TCR handelt es sich um natürlich vorkommende TCRs. Diese werden so ausgewählt, dass sie optimale Affinitäten für die Tumoren besitzen. Eine weitergehende gentechnische Veränderung der TCRs ist nicht notwendig, um ihre Fähigkeit, Tumorzellen zu finden und zu binden, zu verbessern.

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Die End-to-End-Plattform kann TCRs liefern, die eine Vielzahl verschiedener Tumorantigene erkennen, von allgemeinen Krebs-Hoden-Antigenen bis zu patientenindividuellen Neoantigenen.

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Es können TCRs sowohl für CD4+ als auch CD8+ T-Zellen erzeugt werden. So können Peptidfragmente erkannt werden, die von verschiedenen MHC-Klasse-I- und MHC-Klasse-II-Allelen präsentiert werden. Diese Technologie bietet so eine Möglichkeit, eine größere Anzahl von Patienten gezielter zu behandeln.

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Unsere firmeneigene End-to-End-Plattform ermöglicht die Entwicklung optimierter TCR-T-Zellen unter Verwendung von Entwicklungsoptimierungs- und Produktverbesserungstechnologien.

FUNKTIONSWEISE DER ADOPTIVEN T-ZELL-THERAPIE

AUFBAU UND FUNKTION VON T-ZELLREZEPTOREN

T-Zellen unterscheiden sich unter anderem von anderen Lymphozyten (eine Art weißer Blutkörperchen) durch T-Zellrezeptoren (TCRs) auf ihrer Zelloberfläche. TCrs ermöglichen es den T-Zellen, Tumorzellen zu identifizieren, z.B. über tumor-spezifische Antigene (TSA) die auf der Oberfläche präsentiert werden.

TCRs sind Multiproteinkomplexe, die aus mehreren invarianten CD3-Elementen (diese Elemente sind wichtig für die Expression von und die Signalisierung durch die TCR an der Zelloberfläche und ohne sie kann die TCR nicht an die Oberfläche der T-Zelle gelangen oder das Aktivierungssignal an den Zellkern übertragen) und zwei verschiedenen Ketten, einer TCR-alpha-Kette („α“) und einer TCR-beta-Kette („β“), bestehen.

Jede TCR-Kette hat eine variable (V) Region, die mit einer konstanten Region verbunden ist. Die gepaarten Regionen Vα und Vβ bilden zusammen eine einzige Antigenbindungsstelle. Die gepaarten variablen Regionen des TCR stellen eine gut definierte Struktur auf der Oberfläche der T-Zellen dar, die die TCR-Spezifität bestimmt und zum gesamten Repertoire an antigenspezifischen T-Zellen beiträgt. Der TCR auf einer T-Zelle erkennt Komplexe aus Peptid plus HLA (humanes Leukozyten-Antigen), einer Art von Zelloberflächenprotein, das dem Immunsystem hilft, körpereigene gesunde Zellen von erkrankten, pathogen-infizierten oder Tumorzellen zu unterscheiden.